Handwerkerhäuser in der Kühnertsgasse

Museum

MUSEUM |22|20|18| KÜHNERTSGASSE

MUSEUM |22|20|18| KÜHNERTSGASSE

Die drei spätmittelalterlichen Handwerkerhäuser in der Kühnertsgasse sind ein verstecktes Ensemble in einer Seitengasse der Lorenzer Straße. Ab 1377 entstanden und im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet, blieben sie als einzige Vertreter ihrer Art in dieser Ecke der Altstadt von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont. Jahrelang vernachlässigt, wurden sie von den Altstadtfreunden denkmalgerecht saniert und 2011 als Museum eröffnet, das das Leben und Arbeiten von Handwerkern in früheren Jahrhunderten zeigt.

Öffnungszeiten

Mittwoch, Samstag und Sonntag
14:00 - 17:00 Uhr
Museumsführung
Samstag 15:00 Uhr

360° Panorama

Anfahrtsskizze
Museum der Altstadtfreunde Nürnberg

Der Abriss der drei Handwerkerhäuser wurde zwar immer wieder angestrebt, aber da sie 1981 unter Denkmalschutz gestellt wurden, blieb Ihnen dieses Schicksal erspart. Der fehlende Bauunterhalt hat allerdings dramatische Schäden verursacht. Ermutigt durch in Aussicht gestellte Zuschüsse wagten sich die Altstadtfreunde 2002 an die Herkulesaufgabe der Sanierung. Im Einvernehmen mit den Denkmalbehörden wurde ein Nutzungskonzept entwickelt mit dem Ziel, das Leben und Arbeiten von Handwerkern vom späten Mittelalter bis in die frühe Neuzeit in einem lebendigen Museum "zum Anfassen" darzustellen.

Von 2005 bis 2010 wurden die drei Häuser in handwerklicher Tradition wiederhergestellt, wobei größter Wert darauf gelegt wurde, historische Bauweisen ablesbar zu machen. Es entstand so ein reizvolles Ensemble in der wenig bekannten Kühnertsgasse.

Im Herbst 2011 konnte die erste Ausbaustufe des Museums eingeweiht werden. Gezeigt werden Grabungsfunde aus den drei Anwesen und die Räumlichkeiten selbst, die ein wichtiger Bestandteil des Museums sind. Viele bauliche Details und historische Farbbefunde lassen die Geschichte der Häuser lebendig werden. Die mit Originalmöbeln oder Repliken ausgestatteten Räume versetzen den Besucher in frühere Wohnwelten vom Spätmittelalter bis zum Biedermeier.

In der zweiten Ausbaustufe sollen für Nürnberg typische Handwerksberufe früherer Jahrhunderte dargestellt werden, um einen lebendigen Einblick in heute ausgestorbene Fertigungstechniken zu bieten, die einst den internationalen Ruf der hiesigen Handwerker begründeten. Den Anfang macht eine Messerschmiede von 1865 aus Lauf a. d. Pegnitz, eine Leihgabe des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim.

Messerschmiede im Museum der Altstadtfreunde Nürnberg

Sonderausstellungen, Führungen und Aktionstage komplettieren das Angebot in den Handwerkerhäusern.