Pellerhof

Das Pellerhaus mit seinem prächtigen Hof war das Musterbeispiel und die Vollendung des Bürgerhauses der Renaissance, an dem kein Kunsthistoriker vorbeikam. Es galt als eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sein Hof als das gelungenste Beispiel einer repräsentativen bürgerlichen Hofanlage. Reinhold Schaffer schreibt 1934: „Keine andere Stadt hat so viele alte Häuser und Höfe [...]. Eine Unsumme von verborgenen Reizen und heimlichen Schätzen erschließt sich dem Besucher [...].

Pellerhof 1935
Steinmetzarbeit Pellerhof

Von allen Häusern und Höfen aber wird er am Ende seiner Entdeckerfahrten dem Pellerhaus mit seinem herrlichen Hof den ersten Preis zuerkennen. Der ganzen deutschen Kunstgeschichte ist diese Hausanlage bekannt und man hat sie nicht mit Unrecht als den schönsten Bürgersitz des ganzen Reiches bezeichnet.“

Nach der weitgehenden Zerstörung des Gebäudekomplexes, dem Ersatz des Vorderhauses durch einen Neubau in den 1950er Jahren und dem nur teilweisen

Aufbau des Hofes, war dieses Meisterwerk der europäischen Baukunst fast aus der Wahrnehmung der Nürnberger getilgt. Bevorzugt präsentierte man den Besuchern Bauten, die originalgetreu wieder errichtet worden waren. Nur wenige Kunstinteressierte besuchten seitdem die Reste des einst so stolzen Pellerhauses.

Heute wächst der Hof des Pellerhauses dank der Initiative der Altstadtfreunde und vieler Spender wieder in seiner alten Pracht empor. Gestützt auf Pläne und Fotografien der umfangreichen Restaurierung der Vorkriegszeit, konnte seit der Grundsteinlegung für den Wiederaufbau am 24. Oktober 2008 bereits vieles mit großer Genauigkeit wiederhergestellt werden. In diesem Jahr werden die Arkaden auf der obersten Ebene bis zur Dachtraufe entstehen. Damit werden wir ein großes Stück vorankommen.

Mit diesem ausschließlich aus Spenden finanzierten Wiederaufbau gewinnt

Brunnen im Pellerhof

Nürnberg eine seiner großen Sehenswürdigkeiten und die deutsche Kunstgeschichte ihren wohl bedeutendsten Arkadenhof zurück.