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Was wird aus den alten Dörfern?

Ein Webinar mit Dr. Hans-Wilm Schütte
Webinar: anzumelden über https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_Paoe6e78QvGlZykQCqGrSQ
Dienstag, 26. Januar 2021
Beginn 19:30 Uhr

In Kooperationt mit dem Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen
Seit Beginn der Reformära vor nunmehr über 40 Jahren strömen in China immer mehr junge Leute vom Land in die Städte. Zurück bleiben Dörfer, in denen fast nur noch alte Menschen leben. Gerade diese Dörfer besitzen oft großen historischen Wert, vor allem dort, wo schon vor Jahrhunderten einiger Wohlstand herrschte, man sich bessere Häuser leisten und manchem Sohn den Aufstieg bis zum kaiserlichen Beamten finanzieren konnte. Davon profitierte dann wieder die Heimat, in der prunkvolle Ahnentempel oder Privatresidenzen entstanden. Allein die Provinz Zhejiang hat heute 971 solcher Dörfer als besonders wertvoll und schutzwürdig anerkannt.
Aber was wird aus ihnen im Zeitalter der Landflucht? Was können Denkmalschützer tun, wenn historische Privathäuser leer stehen und verfallen? Welchen Stellenwert räumt die Politik dem Denkmalschutz ein, wenn doch ganz China auf Modernisierung gepolt zu sein scheint?
Dr. Hans-Wilm Schütte konnte mehrere historische Ortschaften persönlich kennenlernen und mit Denkmalschützern über ihre Probleme und verschiedene Lösungen sprechen. Er stellt einige sehr unterschiedliche Beispiele in Wort und Bild vor.
Dr. Schütte ist Sinologe und einer der meistgelesenen deutschen Chinapublizisten. Er lehrte an Universitäten in Hamburg und Marburg.